Am 29. März 1903 wurde als Freiwillige Feuerwehr Mengelsdorf/Biesig als eine
Vereinigung,
>> welche eine Körperschaft sein sollte, die das Leben, Hab und Gut
unserer Mitmenschen in der Stunde der Gefahr rettet und schützt<<
gegründet.
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Bürger stellten sich zur Verfügung und wählten als ersten Kommandanten den
Einwohner Hermann Höhne.
In der ersten Generalversammlung im April 1904 waren es
bereits über 20 Kameraden.
Die Mitgliederzahl nahm in den folgenden Jahren
ständig zu, so dass die Wehr bei ihrem 25-jährigen Bestehen über 60 Mitglieder
zählte.
Der Bau eines Gerätehauses konnte erst 1907 in Angriff genommen werden und die
Aufstellung eines Steiger- und Schlauchtrockenturmes im Jahre 1911.
Am 9. Juli
1911 konnte anlässlich des 3. Kreisfeuerwehrverbandsfestes der neue Steiger- und
Schlauchtrockenturm eingeweiht werden.
Obwohl sich die Kameraden der Wehr schon
in den zwanziger Jahren um die Anschaffung einer Motorspritze bemühten, war der
Kauf erst 1932 möglich.
Die Wehr wurde zu vielen Bränden und Einsätzen im Ort und in der Umgebung
gerufen.
Diese Einsatzfreudigkeit veranlasste die damaligen Versicherungen auch
an die Feuerwehr Mengelsdorf/Biesig Prämien zu zahlen.
Die Jahre vor 1933 waren
durch Geselligkeit und ein reges Verbandsleben gekennzeichnet. Jedes Jahr
feierte die Wehr ihr Stiftungsfest mit Tanz und Theaterspiel.
Beliebt waren
Gartenfeste mit Adlerschießen.
Die Wehr besaß eine so genannte Musikabteilung,
die bei Feuerwehrveranstaltungen, Märschen und Festen spielte.
Die Freiwillige Feuerwehr stand in Mengelsdorf 1945 vor einem schweren Anfang.
Als ersten Wehrleiter wählten die Kameraden, die sich zum Wiederaufbau zur
Verfügung stellten, den Kameraden Alfred Eichler.
Der 16. August 1953 gestaltete sich zu einem Dorffest, als die Freiwillige
Feuerwehr Mengelsdorf/Biesig unter dem damaligen Wehrleiter Richard Köhler ihr
50-jähriges Bestehen feierte.
1957 erfolgte die Trennung von Biesig, von da an
bildeten Dittmannsdorf und Biesig eine eigene Wehr.
Ab 1954 wurden immer wieder Ausflüge organisiert, welche bis heute regen
Zuspruch haben. Im Juni 1961 erhielt Mengelsdorf einen der ersten
Ganzstahlhänger für die TS 8, der zu einem späteren Zeitpunkt durch eine
verbesserte Ausführung ersetzt wurde.
Als Zugfahrzeug diente von 1977 bis 1984
ein Robur K-30.
Seit 1985 stand der Wehr ein >>moderner<< grüner Mannschaftswagen, welcher nach
der Wende umgespritzt wurde, zur Verfügung.
Für die notwendige Unterbringung des
Fahrzeuges bauten Kameraden der Wehr zusammen mit anderen Bürgern der Gemeinde
1977/78 ein modernes Gerätehaus.
Ein Ausbau erfolgte 1994/95.
1994 wurde die Wehr Mengelsdorf, im Rahmen der Eingemeindungen, der Wehr
Reichenbach als Ortsfeuerwehr Mengelsdorf unterstellt.
1998 erfolgte der Zusammenschluss der Ortswehr Biesig und der Ortswehr
Mengelsdorf zur wieder geeinten Ortsfeuerwehr Mengelsdorf/Biesig
Im Jahre 2003 besteht die Feuerwehr Mengelsdorf/Biesig 100 Jahre.
2006 wurde nach 21 Jahren ein neues
"modernes" Feuerwehrfahrzeug beschafft.
Im November konnte dann endlich das neue TSF W/Z bei der Firma Ziegler in Mühlau
abgeholt werden.
Damit besitzt die Feuerwehr Mengelsdorf / Biesig eines der neusten und modernsten
Löschfahrzeuge der Stadt Reichenbach.